Die Corona-Pandemie bedeutet für die gesamte Bevölkerung einen Ausnahmezustand, mit dem psychische Belastungen einhergehen. Univ.-Prof. Dr. Christiane Eichenberg, Leiterin des Instituts für Psychosomatik an der Medizinischen Fakultät der Sigmund Freud PrivatUniversität in Wien, erklärt auch anhand einer eigenen Studie, welche psychische Belastungen für welche speziellen Bevölkerungsgruppen (Ältere, Kinder, intensivmedizinisch betreute Patienten, Angehörige von an Covid-19 verstorbenen Patienten, medizinisches Personal und Psychotherapeuten sowie ihre Patienten) besonders virulent sind.

Sie stellt ihr – gemeinsam mit Prof. Dr. Robert Bering, Chefarzt des Zentrums für Psychotraumatologie am Alexianer Krankenhaus Krefeld – herausgegebenes Buch mit dem Titel „Die Psyche in Zeiten der Corona-Krise“, erschienen im Klett-Cotta Verlag vor, und erklärt, dass wir uns nach dem Lockdown nun in einer Phase des mittel- und langfristigen Prozesses befinden, die die Bevölkerung aber auch besondere Gruppen wiederum vor spezifische Herausforderungen stellt. Wie diese bewältigt werden können, beantwortet sie ganz allgemeinverständlich für die breite Bevölkerung, gibt aber auch für Helfer hilfreiche Hinweise, um weiter die Belastungen in Zeiten von Corona zu bewältigen, da feststeht, dass wir noch eine Zeitlang in dieser besonderen Situation leben und arbeiten werden.