Episode 12: Der Medien & Digital Journalismus Studiengang in Zeiten von Corona

Fabian Maier im Gespräch mit Prof. Dr. Detlef Gwosc, Studiengangsleiter Medien & Digitaljournalismus an der SFU Berlin. Was hat sich in Zeiten von Corona in der Lehre verändert? Wie laufen jetzt Info Veranstaltungen oder Aufnahmegespräche ab? Was sind die besten neuen Tools ? Antworten in dieser Episode des SFU Berlin Podcast. #MDJ

Episode 10: Die Sozialästhetik

Univ.-Prof. Dr. Michael Musalek

Vorbereitend auf das Sozialästhetik Symposium spricht Fabian Maier mit Univ.-Prof. Dr. Michael Musalek.

Episode 7: Heidnische Strategien

Prof. Dr. José Brunner

Freuds Versuche, die Glaubwürdigkeit einer Wissenschaft des Unbewussten zu etablieren.
Freuds Ziel war es eine neue Wissenschaft zu etablieren, deren Objekte nicht durch die üblichen Wissenspraxen erfasst werden konnten. Diese Wissenschaft zeichnet sich durch eine Vielzahl wechselnder Modelle und inkommensurabler Sprachen aus, von denen keine als definitiver Rahmen zur Beschreibung des Unbewussten gelten kann.
Heidnische Wissenschaft
Epistemische Pluralität diente Freud nicht nur dazu, die Vielfalt seelischer Konflikte zu erfassen, sondern diese auch performativ vorzuführen. Das Resultat ist eine heidnische Wissenschaft, deren Glaubwürdigkeit darauf beruht, dass sie Überschüsse und Widersprüche einbinden kann, ohne diese in einen übergeordneten Rahmen einzufügen.

Episode 6: Der Einfluss des Unbewussten auf Salutogenese, Krankenbehandlung und Krankheitsentstehung

Dr. med. Dipl.-Psych. Helmut Albrecht

Ein Abriss über die Themen des Vortrags und die Frage: Was sind die Gemeinsamkeiten, wo geht es auseinander. Zum 80. Todestag erläutert Dr. med. Dipl.-Psych. Helmut Albrecht im Gespräch die Unterschiede des französischen Psychoanalytikers zum Gründer der Psychoanalyse.31

Episode 4: Vom Aal zum Ich – Spuren von Freuds frühen physiologischen Arbeiten in der Methodik der Psychoanalyse

Ass.-Prof. Dr. Martin Wieser

Fast zwanzig Jahre lang verfolgte Sigmund Freud die Ambition, Karriere als Forscher im Feld der Physiologie und Neurologie zu machen. Seit den biographischen Texten Siegfried Bernfelds aus den 1940er Jahren sind Freuds früheste wissenschaftliche Arbeiten am Physiologischen Institut der Universität Wien unter Ernst Brücke und am gehirnanatomischen Labor Theodor Meynerts am Wiener AKH bekannt, der Einfluss der Physiologie und Neurologie auf Freuds spätere Arbeiten als Nervenarzt und Psychotherapeut sind jedoch bis heute umstritten. In diesem Vortrag wird die These vertreten, dass sich eine methodologische Kontinuität zwischen der Physiologie des 19. Jahrhunderts, in der Freud akademisch sozialisiert wurde, und der Technik der Psychoanalyse als Forschungs- und Behandlungsinstrument rekonstruieren lässt: Hier wie dort wurde das methodische Leitbild verfolgt, unsichtbare Strukturen durch eine lehrbare Methode stabil und dauerhaft zum Vorschein zu bringen. Im Anschluss an den Literaturwissenschaftler Carlo Ginzburg wird diese Technik des „Spurenlesens“ als disziplinübergreifendes, epistemologisches Schema begriffen, welches sich um die Jahrhundertwende besonders in den Humanwissenschaften großer Beliebtheit erfreute und einen Gegenpol zur Methodologie der Experimentalpsychologie darstellte.

Episode 3: Zur Frage der Laienanalyse 1926 und das geplante deutsche Psychotherapeutengesetz

Rektor Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Alfred Pritz

Das deutsche Parlament plant einen neuen Gesundheitsberuf für Psychotherapie. Sigmund Freud hat in seinem Artikel „Zur Frage der Laienanalyse“ für die Entstehung eines solchen Berufes plädiert. Es werden Parallelen gezogen zur Situation der psychischen Versorgung vor fast 100 Jahren und heute. Dabei wird deutlich, dass die Arbeit an psychotherapeutischen Verbesserungen von Generationen von Psychoanalytiker*innen und anderen Psychotherapeut*innen Früchte getragen hat und zu einer deutlichen Verbesserung der qualitativen wie der quantitativen Angebotsstruktur geführt hat, die schließlich in ein eigenes akademisches Berufsbild mündet.

Rektor Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Alfred Pritz gilt als einer der größten Wegbereiter für die Belange der Psychotherapie und den Psychotherapeut*innen. Ausgehend von den Entwicklungen in Österreich zur Professionalisierung bis hin zur Akademisierung der Psychotherapie, sein Leben und Wirken spiegelt ein großes Stück Professionsgeschichte und Zeitgeschehen wider. Alfred Pritz arbeitete als Psychotherapeut in Wien und New York und lehrte unter anderem an den Universität Wien, Klagenfurt und Lemberg (Ukraine). Er ist Rektor und Professor an der Sigmund Freud PrivatUniversität SFU Wien, Berlin, Paris, Mailand, Linz, Laibach und Präsident des World Council for Psychotherapy.